Wie das Google-Ranking die Conversion Rate beeinflusst
Wer hätte das gedacht?
Laut einer aktuellen Studie von SEOmoz, veröffentlicht auf dem YOUmoz-Blog, scheint sich die Conversion-Rate gegensätzlich zum Ranking zu entwickeln. Bisher ging man davon aus, dass die Conversion des Erstplatzierten im Google-Ranking am höchsten ist. Nach besagter Studie und wie in folgender Grafik bildlich dargestellt, sind jedoch die Plätze 4, 5, 6 und 7 die Plätze mit der höchsten CR. Danach folgen die Plätze 8, 9 und 10. Die ersten drei Plätze bilden das Schlusslicht der SERP1.

Der Verfasser des Blogs begründet das überraschende Ergebnis damit, dass die Leute, die auf die Ergebnisse 4-7 zielgerichteter suchen. Wer also auf die ersten 3 Ergebnisse klicke, sei nicht unbedingt festgelegt, was seine Suche betreffe. Viele schauen sich wohl die ersten Ergebnisse meist auch aus Neugier an, handeln dann aber eher auf Webseiten, die auf den Plätzen 4, 5, 6 oder 7 zu finden sind. Nicht zu vergessen, die Ergebnisse auf SERP2, die ebenfalls erwähnenswert sind. Offensichtlich ist die erste Hälfte der Ergebnisse auf SERP2 nicht uninteressant für viele Suchende. Rankt man mit seiner Online-Präsenz also auf den „niedrigeren“ Plätzen, ist das nicht immer ein Verlustgeschäft. Die Frage die sich stellt, ist, ob die Umsätze auf den ersten 3 Plätzen einen so großen Unterschied ausmachen, dass sich die dazu erforderlichen Maßnahmen rechnen. Auch wenn der Umsatz auf den ersten 3 Plätzen trotz niedrigerer CR höher ist, ist die Qualität der Besucher auf 4-7 doch qualitativ höher.
Diese Aussagen treffen jedoch hauptsächlich für Umsätze außerhalb der Feiertage (Weihnachten etc.) zu. Interessanterweise ist die CR während der Feiertage bei den oberen Ergebnissen auf SERP2 ähnlich hoch wie auf SERP1. Die höchste CR erzielen die Plätze 4-7 und 8-10 im Frühjahr. Man könnte nun mutmaßen, dass die Kunden im Frühjahr experimentierfreudiger sind, während sie zu den Feiertagen eher bei den „Großen“ einkaufen. Bildlich wird das in folgender Grafik sichtbar:

Wie seht Ihr das? Schaut ihr Euch auch die hinteren Ergebnisse an? Zu welchen Ergebnissen habt Ihr mehr Vertrauen?
Tanja Bänsch






