Als Top-Level-Domain (kurz TLD) wird die Endung einer URL bezeichnet (z.B. .de oder .com). TLDs werden in verschiedene Kategorien unterteilt:

  • Länderspezifische TLDs werden als ccTLD (Country Code Top-Level-Domain) bezeichnet, wie beispielsweise .de, .us oder .es.
  • Ebenfalls häufig genutzt werden generische gTLDs (Generic Top-Leve-Domain). Dazu gehören .com oder auch .info. gTLDs werden auch zu den uTLDs (Unsponsored Top-Level-Domain) gezählt, die von jedermann angemeldet werden können.
  • sTLDs (Sponsored Top-Level-Domains) gehören zu Organisationen, die beispielsweise festlegen können, dass diese TLDs nur betrieben werden dürfen, wenn bestimmte Richtlinien eingehalten werden. Ein Beispiel dafür wäre die Endung .gov, die nur für Regierungsorgane der USA nutzbar ist.
  • Internationalized Top-Level-Domains (IDN) sind solche Domains, deren Endung aus landesspezifischen Schriftzeichen besteht, wie das chinesische Zhuyin oder das kyrillische Alphabet.

 

Matt Cutts erklärt uns kurz und bündig wie Google sich in Zukunft neuen Top Level Domains gegenüber verhalten wird:

  • Wie so oft gibt Matt Cutts an, dass Google immer die für den Nutzer besten Suchergebnisse ausgeben will.
  • Das soll unabhängig davon geschehen, auf welcher TLD diese zu finden, sei es nun .com, .info, .berlin oder .movie.
  • Unterschiedliche Suchmaschinen werden wohl mit unterschiedlichen Lösungen für die Bewertungen von neueren TLDs aufkommen, weswegen es abzuwarten gilt, wie sie sich auswirken werden.
  • Leider hält sich Google wie immer etwas vage, was die genauen Auswirkungen von beispielsweise regionalen TLDs in Zukunft angeht.
 

 

Alles kann, nichts muss

Für die Suchmaschinenoptimierung können vor allem TLDs mit geografischem Hintergrund interessant sein (wie z.B. .berlin). Diese TLDs können Google verraten, dass eine Website für eine regionale Suche besonders wichtig oder interessant sein kann. Dies muss keinen Effekt haben, gibt Google aber einen Hinweis auf die regionale Bedeutung der Seite. Dennoch sollte man sich folgendes merken:

  • Google unterscheidet nicht zwischen neuen und herkömmlichen gTLDs.
  • Keywords in TLDs bieten keine direkten Ranking-Vorteile. Das Keyword wird allerdings bei einer passenden Suchanfrage auch in der URL optisch hervorgehoben und kann somit Aufmerksamkeit auf den Sucheintrag ziehen.
  • TLDs mit Markennamen werden beim Ranking nicht bevorzugt.
  • Laut Google werden geografische TLDs wie generische TLDs behandelt!

 

Vom Nutzerverhalten abhängig

Neue TLDs bieten die Möglichkeit, kurze und prägnante Adressen zu erzeugen. Wo die einfachen Möglichkeiten mit .de nun nahezu ausgeschöpft sind, bringen neue TLDs wieder viele Optionen mit sich.

Leider ist noch keine genaue Prognose zu machen, wie sich geografische TLDs gegenüber herkömmlichen TLDs verhalten werden, da nicht besonders viele davon im Umlauf sind. Es ist jedoch zu vermuten, dass das Nutzerverhalten eine wichtige Rolle hierbei spielen wird: Klicken Nutzer, die nach einem Berliner Unternehmen suchen bevorzugt auf Webseiten mit einer .berlin TLD? Google könnte das als Signal dafür auffassen, dass diese Domains für eine lokale Suche besonders interessant sind.

Mit Vorsicht genießen

Auch wenn man nun am liebsten eine unglaublich kreative Domain erstellen möchte, sollte man Vorsicht walten lassen. Ein Problem mit den neuen Top-Level-Domains ist, dass sie von vielen nicht sofort als Domain wahrgenommen werden. Bei „beispiel.de“ wissen Sie sofort, dass eine Website gemeint ist. Bei „beispiel.reisen“ sieht das schon anders aus. Daher ist von ausgefallenen Experimenten abzuraten, bis sich die neuen TLDs etwas mehr eingebürgert haben.

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