Siloing - Alles, was Sie wissen müssen
Was ist Siloing?
Siloing ordnet Inhalte einer Website nach Themen. Verwandte Seiten werden zu Bereichen zusammengefasst und miteinander verlinkt. Das kann die Navigation erleichtern und gehört zur Arbeit an einer nachvollziehbaren Website-Struktur für SEO.
Dadurch koennen Nutzer und Suchmaschinen leichter erkennen, worum es auf Ihrer Webpraesenz geht. Eine Voraussetzung fuer Rankings ist die Silostruktur damit nicht: Der SEO-Starter-Guide nennt eine logische Organisation langfristig hilfreich, besonders bei groesseren Websites, stellt zugleich aber fest, dass Suchmaschinen die Seiten voraussichtlich so verstehen, wie sie jetzt sind, unabhaengig davon, wie die Website organisiert ist.

Beim Siloing wichtig: Schwerpunkte festlegen
Um eine Silostruktur auf Ihrer Seite einzuführen, klären Sie zunächst, in welche Schwerpunkte Sie unterteilen möchten. Diese Themen müssen für die Keywords der entsprechenden Seiten relevant sein und sich klar von anderen Schwerpunkten abgrenzen. Die Abgrenzung stärkt die Themengebiete und lässt Sie gegenüber der Suchmaschine eher als Fachanbieter für einzelne Gebiete erscheinen.
Haben Sie diese Unterteilung vorgenommen, ordnen Sie den Silos passenden Inhalt in Form von Unterpunkten zu. Achten Sie darauf, dass die Silos sinnvoll gefuellt sind: Ein einzelner Unterpunkt braucht kein Silo, zwanzig Unterpunkte lassen sich meist weiter unterteilen. Eine Sollgroesse gibt es nicht - Google nennt keine und stellt zu Links ausdruecklich fest, dass es keine ideale Zahl gibt; wenn es sich nach zu viel anfuehlt, ist es vermutlich zu viel. Praktikabler als eine Zahl ist eine Probe: Laesst sich fuer jede Unterseite ein eigener, unterscheidbarer Ankertext formulieren?
Weiterhin unterscheidet man bei der Silostruktur zwischen zwei Arten der Gliederung: Der physischen und der virtuellen.
Die physische Gliederung steht fuer die Verzeichnisstruktur einer Webpraesenz. Jede Seite liegt in genau einem Verzeichnis - thematisch festgelegt ist sie damit nicht: Ist eine Seite ueber mehrere Wege erreichbar, duerfen laut Google mehrere Breadcrumb-Pfade fuer sie ausgezeichnet werden. Google schreibt zudem, dass es sich die Struktur von URLs in der Regel nicht ansieht, um die Struktur einer Website zu ermitteln, sondern stattdessen die Verlinkung zwischen den Seiten auswertet. Was Verzeichnisse leisten, beschreibt der SEO-Starter-Guide nuechtern: Ab mehr als ein paar Tausend URLs kann die Gruppierung aehnlicher Themen in Verzeichnissen Google helfen zu lernen, wie haeufig sich die URLs darin aendern - und die Verzeichnisse entsprechend unterschiedlich oft zu crawlen.
Damit sich Ihre Nutzer leichter orientieren, sollten Teile der URL-Struktur löschbar sein: So gelangen User auch über die Adresszeile zu höheren Verzeichnissen zurück.

Virtuelles Gliedern
Die virtuelle Gliederung beschreibt die interne Linkstruktur einer Seite. Der Aufbau der Silostruktur bleibt gleich: Die festgelegten Schwerpunkte unterteilen Ihre Website. Für jedes Themengebiet gibt es also eine Landingpage, die mit einzigartigem, hochwertigem Content für das Keyword gefüllt ist, für welches sie ranken soll. Von dort aus verlinken Sie die einzelnen Unterpunkte, die ebenfalls einzigartigen Content bieten.
Diese (interne) Verlinkung ist in der virtuellen Gliederung die wichtigste Arbeit. Gestalten Sie sie so, dass die Unterseiten eines Themengebietes nachvollziehbar untereinander verlinkt sind und nicht zu anderen Themen verweisen. Der Zugriff auf die oberen Kategorieseiten bleibt für Suchmaschinen und Nutzer dabei jederzeit einfach möglich.
Ein einfacher Überblick
Bauen Sie Ihre Webpräsenz nach einer Silostruktur auf oder um, überblicken Nutzer die Seiten leichter, und auch Suchmaschinen erfassen den logischen Aufbau besser. Das kommt Ihrer Suchmaschinenoptimierung zugute.
- Eine klare Seitenstruktur erleichtert es dem Crawler zu erfassen, wovon Ihre Website handelt und wie sie einzuschätzen ist. Dasselbe gilt für User. Außerdem erhöhen Sie so die Relevanz Ihrer Seiten im jeweiligen Themengebiet.
- Die interne Verlinkung verteilt Gewicht innerhalb der Website: Google kann aus Angaben wie der Zahl der Links, denen Googlebot bis zu einer Seite folgen muss, und der Zahl der Links, die auf sie zeigen, auf die relative Bedeutung dieser Seite gegenueber den uebrigen Seiten der Website schliessen. Als Faustregel nennt Google: Je mehr interne Links auf eine Seite zeigen, desto hoeher ihre relative Bedeutung gegenueber den anderen Seiten. Die Verlinkung hebt damit einzelne Seiten hervor - sie hebt nicht die Website als Ganzes.
- Wie bereits erwähnt, ranken Ihre Keywords nur dann gut, wenn der Crawler die Website genau einordnen kann. Eine Silostruktur unterstützt ihn dabei.
Anhang
Für die praktische interne Verlinkung ist Googles Dokumentation zu verständlichen Linktexten hilfreicher als eine vermeintlich genaue Berechnung aus einem Patent.
- Beschreiben Sie im Linktext knapp, was Leser auf der Zielseite erwartet. Achten Sie auch auf den umgebenden Satz, damit der Zusammenhang verständlich bleibt.
Leiten Sie interne Links aus der inhaltlichen Beziehung zwischen Seiten ab. Ein Patent beschreibt ein mögliches Verfahren und belegt für sich genommen nicht, dass Google es im produktiven Rankingsystem einsetzt.



