Strukturierte Daten: auswählen, umsetzen und prüfen
Stand: 21. September 2026
Strukturierte Daten beschreiben Inhalte einer Webseite in einem maschinenlesbaren Format. Sie können Suchmaschinen helfen, Angaben wie Produkt, Organisation oder Navigationspfad einzuordnen. Korrektes Markup ist eine Voraussetzung für bestimmte erweiterte Suchdarstellungen, aber keine Garantie für deren Anzeige oder für bessere Rankings.
Mit dem sichtbaren Inhalt beginnen
Wählen Sie einen Datentyp, der zum tatsächlichen Seiteninhalt passt. Eine Produktseite, ein Fachartikel und eine Unternehmensseite haben unterschiedliche Aufgaben. Ein Schema.org-Typ allein bedeutet außerdem nicht, dass Google dafür ein Rich Result anbietet. Prüfen Sie die unterstützten Funktionen in der Einführung von Google.
Beschreiben Sie nur belegbare Inhalte. Autoren, Bewertungen, Preise und Angebote dürfen nicht erfunden werden. Stimmen die maschinenlesbaren Angaben nicht mit der sichtbaren Seite überein, ist das ein fachlicher Fehler, auch wenn der Code syntaktisch gültig ist.
Wie Markup in die Seite kommt
Viele Content-Management-Systeme oder Erweiterungen erzeugen strukturierte Daten automatisch. Prüfen Sie deshalb zuerst an einer typischen Seite je Vorlage, was bereits ausgegeben wird, bevor Sie neues Markup ergänzen. Ein zweites Plugin kann widersprüchliche Organisations-, Produkt- oder Artikeldaten hinzufügen. Google unterstützt unter anderem JSON-LD; die konkrete Implementierung sollte zur Website und ihrem Pflegeprozess passen.
Hypothetisches Beispiel: Ein Shop ändert den Produktpreis sichtbar, während ein manuell hinterlegter Datenblock den alten Preis enthält. Die Lösung ist eine gemeinsame Datenquelle oder eine verlässliche Aktualisierung. Ein weiterer Datenblock mit dem neuen Preis kann den Widerspruch vergrößern.
Drei getrennte Prüfungen
- Inhalt: Stimmen Aussagen, Datentyp und Beziehungen zur sichtbaren Seite?
- Technik: Ist das Markup gültig und für den Crawler erreichbar? Wird es nach dem Rendern wie erwartet ausgegeben?
- Suchfunktion: Sind die Anforderungen für die gewünschte Google-Darstellung erfüllt, und meldet die Search Console Probleme?
Der Test für Rich-Suchergebnisse prüft von Google unterstützte Ergebnisarten. Der Schema Markup Validator hilft bei der allgemeinen Schema.org-Prüfung. Ein fehlerfreies Testergebnis ersetzt weder die inhaltliche Prüfung noch die Entscheidung der Suchmaschine über die Darstellung.
Bewertungen und Sterne besonders sorgfältig behandeln
Versteckte oder erfundene Bewertungen gehören nicht in das Markup. Auch echte Bewertungen sind nicht für jede Art von Bewertungs-Snippet zulässig. Google schließt bei LocalBusiness und Organization insbesondere selbstbezogene Bewertungen für die entsprechende Sterne-Darstellung aus. Prüfen Sie die Richtlinien zu Bewertungs-Snippets, bevor Sie Bewertungsdaten auszeichnen.
Was nach der Veröffentlichung bleibt
Testen Sie repräsentative Seiten nach Änderungen an Templates, Plugins oder Datenquellen erneut. Dokumentieren Sie, welches System welche Angaben erzeugt. Bei Produkten sollten Preis und Verfügbarkeit mit dem Shop übereinstimmen; bei Artikeln müssen Änderungen und Verantwortlichkeiten nachvollziehbar bleiben.
Die allgemeinen Google-Richtlinien gelten zusätzlich zu den Regeln des jeweiligen Datentyps. Eine manuelle Maßnahme lässt sich nicht mit einem pauschalen festen Wartefenster erledigen: Ursache, Korrektur und gegebenenfalls Überprüfungsantrag müssen zum tatsächlichen Befund passen.
Einordnung in die technische SEO
Strukturierte Daten ergänzen eine zugängliche, verständliche Website. Sie ersetzen keine Indexierbarkeit und keine hilfreichen Inhalte. Lesen Sie dazu Technical SEO und Suchergebnisse und Rich Results. Eine Bestandsprüfung beschreibt die Seite zum SEO-Audit.
