Content Architecture (zu deutsch Inhaltsarchitektur) beschreibt die Strukturierung des Inhaltes einer Seite (mit Texten, Bildern, Grafiken und Videos) in solchem Maße, dass alle Informationsbedürfnisse des Users befriedigt werden, er während seiner Dauer auf der Seite unterhalten wird und er einen Mehrwert erhält, in dem er unseren Text liest oder unsere Grafiken betrachtet. Content Architecture ist ein wichtiger Bestandteil während der Suchmaschinenoptimierung.

Um diese Verweildauer (engl. auch Dwell Time genannt) zu steigern formen wir unsere Inhalte mit bestimmten Vorgehensweisen: der Content Architecture.


Content Architecture SEO


Inhalte aufteilen, Lösungen bieten

Eine gute Struktur ist speziell dann wichtig, wenn ein Nutzer an unseren Content mit dem Wunsch herantritt Informationen zu erhalten.

Denn dazu ist unser Inhalt üblicherweise da: Wer ein Tablet kauft, möchte Informationen über die verbauten Teile; wer eine Reise bucht, will alles über das Hotel erfahren, in welchem er wohnen wird; selbst wer unsere Firmenseite besucht möchte wissen wer wir sind, woher wir kommen und wie wir dort gelandet sind, wo wir uns befinden. Wir bieten unseren Nutzern Lösungen für ihre Probleme.

Zufriedene User sind gute User

Und so gestalten wir den Inhalt um unsere User möglichst zufrieden von unserem Content zu verabschieden:

  • Wir verfassen nur nützlichen Inhalt und diesen kreieren wir für unsere User, nicht für die Suchmaschinen! Texte und Bilder SEO-technisch zu optimieren ist nicht verkehrt, doch geht es uns hauptsächlich darum den Nutzern eine gute Erfahrung zu bieten und das schaffen wir nicht mit Texten, die voll von Keywords durchhängen.
  • Der Leser muss durch den Text geführt werden: Mit einer sinnvollen Gliederung, stimmigen Inhaltsblöcken und den Text begleitenden Medien (Grafiken, Bilder, Videos) animieren wir ihn konstant zum Weiterlesen.
  • Der Teaser (der einleitende Text zu einem Artikel) gibt einen Überblick über die nachfolgende Materie. Er ist stramm formuliert, mit kurzen Sätzen, die das Interesse wecken.
  • Bilder, Grafiken und Videos sollten immer eine möglichst professionelle Qualität haben und authentisch wirken. Wer mit Stock-Material auf seinen Seiten um sich wirft verliert schnell an Glaubwürdigkeit. Wir sorgen auch dafür, dass unsere Medien zum umstehenden Text passen und nicht erst drei Absätze später relevant sind.
  • Das Wichtigste in einem Sinnabschnitt nennen wir zuerst: Niemand möchte sich durch etliche Zeilen unnützen Textes wühlen nur um erst am Ende die relevanten Informationen zu erhalten. Das mag zwar die Verweildauer auf unserer Seite erhöhen, hinterlässt beim Nutzer jedoch kein gutes Gefühl.
  • Überschriften und Unter-Überschriften müssen den Leser packen und ihn möglichst kurz über das vorausliegende Thema informieren.
  • Buzzwords (Schlagwörter) werden von uns fett markiert um den Inhalt von Abschnitten und Sätzen besser hervorzuheben. Das hilft auch Querlesern den Text noch besser zu erfassen.
  • Der Schluss fasst den gesamten Inhalt sinnig zusammen und zwar so, dass auch jemand, der keinen Zugang zum gesamten Content hätte, einen Überblick erhält.


AIDA Prinzip in Content Architektur

Auch auf unsere Inhaltsarchitektur und vor allem den sich darin befindlichen Text lässt sich die AIDA-Formel sehr gut anwenden


Ein funktionierender Text

Außerdem: All diese Maßnahmen helfen uns nicht, wenn der Text, den sie einrahmen nicht funktioniert. Was damit gemeint ist?

Unser Material muss so einfach wie möglich (Stichwort: Readability, Lesbarkeit) und so komplex wie nötig formuliert sein und dennoch aufrichtig wirken. Aufeinanderfolgende Sätze müssen ineinander übergehen, denn das steigert den Lesefluss. Bestenfalls halten wir uns an die Grundsätze des Storytellings (Geschichtenerzählens) und locken unsere Leser mit Wendungen immer tiefer in unseren Inhalt hinein. Wir müssen Emotionen wecken und das Bedürfnis im Kunden schaffen, dass er das, was wir ihm bieten, unbedingt braucht.

Dwell Time erhöhen, Ranking verbessern

Wie bereits im ersten Abschnitt erwähnt, wollen wir mit unseren gut strukturierten und fesselnden Inhalten dafür sorgen, dass unsere Nutzer lange bei uns bleiben. Wir halten nicht mehr an der Idee fest, unsere Kunden möglichst schnell zu ihrer Informationsquelle zu führen – wir wollen unsere sogenannte Dwell Time erhöhen. Wir möchten verhindern, dass die Zeit, die ein Nutzer auf unserer Seite verbringt (und möglichst noch eine Conversion tätigt), bevor er zu den Suchergebnissen zurückkehrt, sich nur auf Sekunden beschränkt.

Springen User innerhalb von wenigen Sekunden wieder ab, nennt man das Pogosticking. Das ist für Suchmaschinen ein schlechtes Signal und kann unser Ranking beeinträchtigen. Ein gutes Signal ist es jedoch, wenn unsere Dwell Time entsprechend unserer Informationsmenge hoch ist. Das bescheinigt uns eine gute User Experience – und das ist es, worauf Suchmaschinen hinauswollen: Die bestmögliche Erfahrung für den Nutzer.

Achtung: Speziell Google setzt die Verweildauer in Zusammenhang mit der Menge des vorhandenen Textes. So können auch Seiten mit weniger Inhalten gegen solche bestehen, die mit immensem Content aufwarten.





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