Eine Landingpage ist die Seite, auf der jemand nach einem Klick ankommt, etwa aus einer Anzeige, einem Newsletter oder einem Suchergebnis. Im Kampagnenmarketing wird sie gezielt auf ein Angebot und eine gewünschte Handlung ausgerichtet: eine Anfrage, eine Buchung oder einen Kauf.
Dafür kann eine vorhandene Leistungs- oder Produktseite ausreichen. Eine zusätzliche Seite lohnt sich, wenn das beworbene Angebot auf der bisherigen Zielseite nicht verständlich und direkt erreichbar ist.
Landingpage, Startseite und Leistungsseite
Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Aufgaben. Eine Startseite bietet einen Überblick über das Unternehmen. Eine Leistungsseite erklärt ein konkretes Angebot. Beide können zugleich Landingpages sein, wenn Besucher dort einsteigen. Eine eigens für eine Kampagne erstellte Landingpage konzentriert sich dagegen meist auf eine bestimmte Zielgruppe und einen nächsten Schritt.
Google Ads verwendet den Begriff für die Zielseite einer Anzeige. Bei der Bewertung der Nutzererfahrung betrachtet Google unter anderem Relevanz, Nutzbarkeit und die Erwartungen, die die Anzeige geweckt hat. Die offizielle Definition der Landingpage verlangt weder eine separate Domain noch grundsätzlich eine Seite ohne Navigation.
Welche Inhalte eine Landingpage braucht
Beginnen Sie mit der Frage, die vor einer Anfrage beantwortet sein muss. Wer eine Wartung sucht, braucht andere Angaben als jemand, der eine Software testen möchte. Aus dieser Aufgabe ergibt sich der Aufbau.
- Ein erkennbares Angebot: Die Überschrift und der Einstieg erklären, was Sie anbieten, für wen und in welchem Umfang. Die Aussage muss zum Link oder zur Anzeige passen; eine wortgleiche Wiederholung ist nicht erforderlich.
- Eine verständliche Leistung: Beschreiben Sie Ablauf, Voraussetzungen und Ergebnis. Wenn Preise nicht pauschal feststehen, erklären Sie die Kostenfaktoren und den Weg zum Angebot.
- Nachprüfbare Belege: Passende Referenzprojekte, belegte Ergebnisse und benannte Ansprechpartner helfen bei der Einordnung. Nennen Sie nur Nachweise, die tatsächlich vorliegen.
- Ein klarer nächster Schritt: Ein Button sollte erkennen lassen, ob eine Beratung, ein Angebot oder eine verbindliche Bestellung folgt. Diese Erwartung muss auch das Formular erfüllen.
- Antworten auf offene Fragen: Liefergebiet, Laufzeit, benötigte Unterlagen oder Voraussetzungen können für die Entscheidung wichtiger sein als ein weiterer werblicher Absatz.
Eine Navigation kann sinnvoll sein, wenn Interessenten vor der Anfrage Referenzen oder das Unternehmen prüfen möchten. Entfernen Sie die Navigation nicht allein deshalb, weil die Seite als Landingpage bezeichnet wird. Entscheidend ist, ob Besucher ihre Aufgabe erledigen können.
Formulare und Technik prüfen
Fragen Sie im ersten Schritt die Angaben ab, die Sie für die Bearbeitung benötigen. Kennzeichnen Sie Pflichtfelder und erklären Sie ungewöhnliche Fragen. Prüfen Sie auch Fehlermeldungen, Bestätigung und die tatsächliche Zustellung der Anfrage. Ein angezeigter Erfolgstext genügt nicht als Nachweis, dass die Nachricht angekommen ist.
Auf dem Smartphone müssen Texte lesbar, Buttons erreichbar und Formulare bedienbar bleiben. Testen Sie besonders lange Auswahlfelder, eingeblendete Tastaturen und die Darstellung bei schmalem Bildschirm.
Die Core Web Vitals betrachten Ladeverhalten, Reaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität. Welche Kennzahlen aktuell dazugehören, erläutert web.dev. Gute Messwerte allein ersetzen keinen verständlichen Inhalt oder ein funktionierendes Formular.
Ein Beispiel für ein B2B-Angebot
Hypothetisches Beispiel: Ein Wartungsbetrieb bewirbt die Inspektion industrieller Pumpen. Eine passende Landingpage erklärt die betreuten Pumpentypen, das Einsatzgebiet, den Ablauf und die Unterlagen für eine erste Einschätzung. Das Formular fragt die dafür nötigen Informationen ab. Der Button lautet etwa „Inspektion anfragen“.
Hat der Betrieb bereits eine Leistungsseite mit diesen Angaben, kann sie als Anzeigenziel dienen. Fehlen die Angaben, sollte zunächst diese Seite ergänzt werden. Das Beispiel beschreibt keinen SUMAX-Kunden und enthält keine behaupteten Ergebnisse.
Woran Sie den Erfolg erkennen
Legen Sie vor dem Start fest, welche Handlung zählt. Bei einer Angebotsseite können das qualifizierte Anfragen sein. Ein Klick auf den Kontaktbutton ist zunächst nur ein Zwischenschritt. Erfassen Sie ihn getrennt von einer tatsächlich eingegangenen Anfrage.
Die Conversion-Rate beschreibt den Anteil der festgelegten Bezugsgröße, der die gewünschte Handlung ausführt. Dokumentieren Sie, ob Sie dabei Sitzungen, Nutzer oder Anzeigenklicks verwenden. Vergleichen Sie nur Werte mit gleicher Definition und berücksichtigen Sie Kanal, Gerät und Angebot.
Prüfen Sie zusätzlich die Qualität der Anfragen und bei bezahlten Kampagnen die Kosten je qualifizierter Anfrage. Wenn Datenmenge und Messung ausreichen, können kontrollierte Tests helfen, Änderungen am Angebot, Text oder Formular zu bewerten. Einzelne gute Tage belegen noch keine Verbesserung.
Wie Sie die Messung einrichten und prüfen, erklärt unser Beitrag zum Conversion-Tracking.
Häufige Fragen zu Landingpages
Braucht jede Anzeige eine eigene Landingpage?
Nein. Mehrere Anzeigen können dieselbe Seite nutzen, wenn Zielgruppe, Angebot und erwarteter nächster Schritt zusammenpassen. Ein neues Anzeigenmotiv allein begründet noch keine neue Seite.
Muss eine Landingpage kurz sein?
Sie sollte die Fragen beantworten, die vor der gewünschten Handlung entstehen. Für einen einfachen Download kann wenig Text genügen. Eine erklärungsbedürftige B2B-Leistung braucht möglicherweise mehr Angaben. Eine feste Wortzahl sagt darüber wenig aus.
Verbessert eine neue Landingpage automatisch die Anzeigenleistung?
Nein. Die Seite ist ein Teil der Kampagne. Suchanfragen, Anzeige, Angebot und Messung müssen ebenfalls passen. Google beschreibt den Qualitätsfaktor als Diagnosehilfe; die angezeigte Zahl ist selbst kein Eingabewert der Anzeigenauktion. Weitere Informationen stehen in der Google-Ads-Hilfe zur Anzeigenqualität.
Wenn Sie bestehende Zielseiten prüfen lassen möchten, finden Sie unser Vorgehen unter Landingpage-Optimierung. Die Abstimmung mit bezahlten Kampagnen gehört zur Google-Ads-Betreuung.
