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12. Oktober 2016
Google Penguin Update
3 Minuten
Google Penguin Update

Google Penguin Update: Alle Infos auf einen Blick

Nach dem Google Panda Update folgte Penguin: Mit diesem Algorithmus geht die Suchmaschine speziell gegen unnatürlich optimierte Seiten vor.

 

Doch was sind unnatürlich optimierte Seiten? Google benutzt hier das Wort Webspam: Damit bezeichnet die Suchmaschine Webseiten, die nicht für Nutzer, sondern für Suchmaschinen optimiert sind. Websites, die durch Maßnahmen wie Keywordstuffing oder künstliche Linkmuster auffallen, nimmt Penguin ins Visier.

 

Im deutschsprachigen Raum waren mit der Veröffentlichung von Penguin 2012 etwa 3 % der Suchanfragen betroffen

Beim Penguin Update gilt Qualität vor Quantität

Der Hintergrund des Updates: Google will die Qualität der Suchergebnisse steigern und gegen Webspammer vorgehen, die Seiten durch Überoptimierung sichtbarer machen wollen. Mit Penguin setzt Google seine Bemühungen fort, Manipulation in den Suchergebnissen zu verringern.

 

Matt Cutts von Google sagt dazu: „We want people doing white hat search engine optimization (or even no search engine optimization at all) …“

 

Zu deutsch: „Wir wollen, dass die Leute (Webmaster) White Hat Suchmaschinenoptimierung betreiben (oder überhaupt keine Suchmaschinenoptimierung) …“

White Hat Suchmaschinenoptimierung

Penguin mag manche Links nicht

Google sagt, dass Seiten, die durch unnatürliche Überoptimierung weit oben in den Suchergebnissen stehen, zu Unrecht gut ranken. Bevorzugt werden Seiten, die für Nutzer optimiert sind.

 

Das wirkt in zwei Richtungen: Sie senden der Suchmaschine positive Signale, dass Sie Wert auf Usability legen, und Ihre Nutzer bleiben länger auf der Website. So erhöhen Sie die Chance, dass sie mit Ihnen in Kontakt treten, Sie weiterempfehlen oder eine Conversion auslösen.

 

Penguin prüft jedoch vor allem den Offpage Bereich. Backlinks sind für Google ein zentrales Bewertungssignal, minderwertige Links bewertet die Suchmaschine entsprechend negativ. Darunter fallen Backlinks, die:

  • aus Themenumfeldern stammen, die mit Ihrer Website wenig zu tun haben.
  • auf verwaisten Presseportalen gesetzt wurden.
  • sich im Footer einer Website befinden.
  • von Linkfarmen ausgehen.
  • durch bereits abgestrafte Seiten auf unser Portal verweisen.

Dinge, die Sie nicht kaufen: Links

Ein Link zu einem anderen Webportal hat für Google eine klare Funktion: Das Setzen eines Backlinks kommt einer Empfehlung des Contents gleich, der hinter dem Link liegt.

 

Was aber, wenn jemand einen Link auf einer Seite kauft? Dann wird die Funktion der Empfehlung umgangen und der Backlink existiert allein um seiner selbst willen. Einen inhaltlichen Zweck erfüllt er nicht mehr.

 

Mit dem Penguin Update geht Google gezielt gegen gekaufte Links vor, und zwar gegen Linknetzwerke ebenso wie gegen Linkkäufer und Linkverkäufer.

Mit Google Pengiun Update gegen gekaufte Links

Der Algorithmus kann gekaufte Links natürlich nur bedingt erkennen und muss sich bei seiner Beurteilung an Parameter halten, die er auslesen kann. Dazu gehören unter anderem der Linktext und das Themenumfeld, zu welchem der Backlink gehört. Weitere negative Signale für Penguin sind ein unnatürlich schnelles Linkbuilding oder ein Linkprofil, das überwiegend aus harten Money-Keywords als Linktext besteht (kommerziell ausgerichtete Suchbegriffe mit hohem Suchvolumen).

 

Wie schon beim Panda Update setzt Google auch bei Penguin manuelle Maßnahmen ein, wenn Seiten überoptimiert wirken. Google geht dabei so weit, ganze Seiten aus dem Index zu entfernen.

Links abspecken

Theoretisches Szenario: Unsere Seite wurde durch Penguin abgestraft. Da wir keinen manuellen Penalty und damit auch keinen Actions Report erhalten haben, müssen wir davon ausgehen, dass wir dem Algorithmus zum Opfer gefallen sind.

 

Im Falle einer solchen Abstrafung müssen wir unsere Inhalte (speziell in Bezug auf die Keyworddichte) und unser Linkprofil (auf die oben genannten Faktoren) überprüfen – und zwar mit sehr kritischen Augen.

 

Bei den Inhalten orientieren wir uns an Googles Guidelines für hochwertigen Content und setzen diese konsequent um.

 

Haben wir Links, die unserem Ranking schaden und für Penguin qualitativ minderwertig sind, müssen wir damit beginnen, diese Backlinks manuell abzubauen. Das machen wir, indem wir die Webseitenbetreiber, die Links zu uns geschaltet haben, darum bitten, diese zu entfernen. Bleibt das ohne Erfolg, hat Google für uns das Disavow Tool eingerichtet. Wann und wie Sie es einsetzen, erklärt unser Lexikonartikel zum Disavow Tool.

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