Google Panda Update: Alles, was Sie wissen müssen
Google Panda war ein 2011 eingeführtes System zur Bewertung der Inhaltsqualität. Es sollte hochwertige und eigenständige Inhalte in den Suchergebnissen begünstigen. Laut Googles Übersicht der Rankingsysteme ging Panda 2015 in die zentralen Rankingsysteme über.
Panda ist deshalb ein historischer Begriff. Aktuelle Rankingverluste sollten Sie nicht pauschal als neue Panda-Abstrafung einordnen. Untersuchen Sie betroffene Seiten, Suchanfragen, technische Änderungen und dokumentierte Google-Updates.
Panda ist ein Update, das die Qualität der Suchergebnisse erhöhen sollte. Sie können es als Qualitätsprüfung verstehen, die sich gegen Seiten mit inhaltlich schwachen oder dünnen Texten richtet.
Bewertungen können einzelne Seiten und auch übergreifende Eigenschaften einer Website berücksichtigen. Daraus folgt keine einfache Regel, nach der eine schwache Unterseite den PageRank der gesamten Website senkt.
Matt Cutts erklärt in diesem Video einige Fakten rund um Panda-Penaltys:
- Googles Panda Update traf Seiten mit qualitativ schwachen Inhalten.
- Monatliche Updates verfeinerten diese Qualitätskontrolle Schritt für Schritt.
- Google integrierte Panda in seine zentralen Rankingsysteme. Das ist von der technischen Indexierung einer Seite zu unterscheiden.
- Sind Sie von einem Penalty betroffen, sollten Sie im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung genau die Seiten überarbeiten, die bislang nur minderwertige Inhalte bieten, und dort für hochwertigen Content sorgen.
Bevor es ins Detail geht, sind zwei Dinge zu unterscheiden: manuelle Penaltys und Abstrafungen, die durch den Algorithmus entstanden sind.
Erstere sind leicht zu erkennen: Werden Sie manuell von Google abgestraft, erhalten Sie einen „Manual Actions report“ und zusätzlich eine Benachrichtigung per E-Mail. Manuelle Penaltys sind gut dokumentiert. Der Report benennt die beanstandeten Punkte und gibt Ihnen Hinweise, wie Sie die Probleme auf Ihrer Seite lösen. Beachten Sie jedoch: Eine manuelle Abstrafung wirkt zwar leichter handhabbar, dennoch kann Google Webseiten in diesem Zuge komplett aus dem Index entfernen.
Ein Rückgang von Rankings allein belegt keine bestimmte algorithmische Maßnahme. Prüfen Sie zunächst, welche Suchanfragen und Seiten betroffen sind und ob sich technische Voraussetzungen oder Inhalte geändert haben. Trennen Sie diese Analyse vom Bericht zu manuellen Maßnahmen.
Seiten, die vom Panda Update abgestraft werden
Zu den eigenen Algorithmen hält sich Google sonst bedeckt. Über die Qualitätsanforderungen an Webinhalte gibt das Unternehmen dagegen ausführlich Auskunft.
Bei einer inhaltlichen Prüfung sind unter anderem folgende Schwächen relevant. Die Liste ist eine redaktionelle Prüfhilfe, kein Test, der eine Panda-Betroffenheit nachweist:
- die wenig einzigartigen Content und eine große Menge doppelter Inhalte aufweisen.
- Inhalte, deren Titel eine andere Antwort erwarten lässt, als die Seite tatsächlich liefert.
- Aussagen, für die eine nachvollziehbare Quelle oder fachliche Grundlage fehlt.
- bei denen einzelne Worte unnatürlich oft in Texten auftauchen (Stichwort: Keywordstuffing).
- die viele und noch dazu für das Thema der Seite irrelevante Werbeanzeigen enthalten.
- deren Seitentitel und Inhalt nicht zur Suchanfrage der Nutzer passen.
- die allein für Linkaufbau gedacht sind oder einzig zu Affiliate-Zwecken erstellt wurden.
Seiten, die Nutzern keinen Mehrwert bieten, sind seit dem Panda Update im Nachteil.

Merkmale hilfreicher Seiten
Hilfreiche Inhalte erkennen Sie unter anderem an folgenden Eigenschaften:
- Sie sind gut recherchiert, gewissenhaft erstellt und durchgehend einzigartig.
- Sie beantworten die Fragen der Zielgruppe. Sinnvolle Suchmaschinenoptimierung und eine Ausrichtung auf Leser schließen sich nicht aus.
- Sie machen die Herkunft wichtiger Aussagen und die redaktionelle Verantwortung nachvollziehbar.
- Sie sind verständlich aufgebaut und auf der Seite gut zugänglich.
Wie Sie Inhalte sinnvoll gliedern, erläutert unser Beitrag zur Content-Architektur. Die folgenden Prüffragen greifen außerdem Googles Hinweise zu hilfreichen Inhalten auf.
Was tun, wenn eine Seite Sichtbarkeit verliert?
Prüfen Sie in der Search Console zuerst, welche URLs und Suchanfragen Klicks verlieren. Vergleichen Sie passende Zeiträume und trennen Sie technische Ausfälle, Indexierungsprobleme, saisonale Veränderungen und mögliche Neubewertungen. Ein zeitlicher Zusammenhang mit einem Update ist ein Hinweis, noch kein Ursachenbeweis.
Vergleichen Sie die betroffenen Inhalte mit der Aufgabe der Seite und den Google-Hinweisen für hilfreiche Inhalte. Überarbeiten Sie konkrete Schwächen. Bei einer tatsächlichen manuellen Maßnahme folgen Sie zusätzlich den Hinweisen im zugehörigen Search-Console-Bericht.
Nach Änderungen muss Google die Seiten erneut crawlen und bewerten. Ein Antrag auf erneute Indexierung garantiert keine Wiederherstellung früherer Rankings. Dokumentieren Sie deshalb die vorgenommenen Änderungen und beobachten Sie die Entwicklung über einen passenden Zeitraum.
Kleiner Nachtrag: Daten der Google Panda Updates
2015
- 17. Juli 2015 – Panda 4.2
2014
- 23. September 2014 – Panda 4.1
- 19. Mai 2014 – Panda 4.0
2013
- 18. Juli 2013 – Panda Recovery
- 11. Juni 2013 – Panda Dance
- 14. März 2013 – unbenanntes Update
- 22. Januar 2013 – unbenanntes Update
2012
- 21. Dezember 2012 – unbenanntes Update
- 21. November 2012 – unbenanntes Update
- 5. November 2012 – unbenanntes Update
- 27. September 2012 – unbenanntes Update
- 18. September 2012 – Panda 3.9.2
- 20. August 2012 – Panda 3.9.1
- 24. Juli 2012 – Panda 3.9
- 25. Juni 2012 – Panda 3.8
- 8. Juni 2012 – Panda 3.7
- 27. April 2012 – Panda 3.6
- 19. April 2012 – Panda 3.5
- 23. März 2012 – Panda 3.4
- 27. Februar 2012 – Panda 3.3
- 18. Januar 2012 – Panda 3.2
2011
- 18. November 2011 – Panda 3.1
- 5. Oktober 2011 – Panda „Flux“
- 28. September 2011 – Panda 2.5
- 12. August 2011 – Panda 2.4
- 23. Juli 2011 – Panda 2.3
- 9. Mai 2011 – Panda 2.1
- 11. April 2011 – Panda 2.0
- 23. Februar 2011 – Panda 1.0


