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3. September 2019
SEO Rankingfaktor: E-A-T Guide
16 Minuten
SUMAX Magazin

E-E-A-T: Qualität und Vertrauen nachvollziehbar machen

Von E-A-T zu E-E-A-T: ein Leitfaden für Ihre Inhalte

Google ergänzte seine Qualitätsrichtlinien im Dezember 2022 um „Experience“, also Erfahrung. Aus E-A-T wurde E-E-A-T. Der Ansatz betrachtet Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit; er ist keine einzelne Ranking-Punktzahl.

 

Dieser Ratgeber übersetzt die Qualitätsfragen in redaktionelle Prüfschritte. Die Begriffe zu E-E-A-T erklärt unser Lexikon. Hier geht es darum, Aussagen, Verantwortung und Belege auf Ihrer Website nachvollziehbar zu machen.

Was bedeutet E-E-A-T für die Qualitätsprüfung?

Google verwendet E-E-A-T als Konzept in den Qualitätsrichtlinien. Laut der Dokumentation zu hilfreichen Inhalten ist E-E-A-T selbst kein einzelner Rankingfaktor.

 

Die vier Begriffe sind:

Experience: Erfahrung. Expertise: Fachwissen. Authoritativeness: Autorität. Trustworthiness: Vertrauenswürdigkeit.

Prüfen Sie die Qualität einer konkreten Seite und die Informationen über deren Verantwortliche. Ein Name, eine Auszeichnung oder ein langer Text ist allein kein Qualitätsnachweis. Entscheidend ist, ob Leser die Aussage und deren Grundlage beurteilen können.

YMYL Seiten im Fokus der Quality Rater

YMYL Seiten im Fokus der Quality Rater

Ein Auszug aus den Google Quality Rater Guidelines – So wird Qualität eingestuft.

 

YMYL steht für „Your Money or Your Life“. Gemeint sind Themen, bei denen fehlerhafte Informationen erheblichen Schaden verursachen können. Die Einordnung hängt vom konkreten Inhalt ab; eine Branchenbezeichnung allein genügt nicht. Zu prüfen sind beispielsweise:

  • Kauf- und Zahlungsinformationen
  • Angaben, auf deren Grundlage Nutzer finanzielle Entscheidungen treffen
  • Informationen zur Gesundheit und Behandlung
  • Informationen zur persönlichen Sicherheit
  • Finanzielle Empfehlungen
  • Rechtliche Informationen

Quality Rater bewerten anhand von Richtlinien die Qualität von Suchergebnissen. Ihre Arbeit unterstützt die Beurteilung der Suchsysteme. Sie vergeben einzelnen Websites keine verbindliche Platzierung.

 

Die Bewertungen der Rater dienen als Rückmeldung zur Qualität der Suchergebnisse. Sie sind von den automatischen Rankingverfahren zu unterscheiden.

 

Aus einer Rater-Bewertung folgt daher keine direkte Änderung der Position einer einzelnen Seite. Verwenden Sie das Raster für die eigene Qualitätsprüfung, nicht als Formel zur Vorhersage eines Rankings.

 

Die Quality Rater bewegen sich bei der Analyse über die gesamte Domain. Der Inhalt wird in Main Content, Supplementary Content und Ads aufgeteilt:

  • Main Content: Inhalte, die den Zweck der Seite erfüllen. Dazu können Texte, Bilder, Videos oder interaktive Funktionen gehören. Die Rolle ergibt sich aus der Aufgabe der Seite, nicht allein aus dem Dateiformat.

 

  • Supplementary Content: Ergänzende Inhalte, die bei der Nutzung helfen, ohne den Hauptzweck der Seite selbst zu erfüllen. Eine Navigation kann etwa diese Aufgabe übernehmen.

 

  • Ads: Werden per se nicht zwangsläufig negativ bewertet, sollten aber nicht zu massiv eingesetzt werden.

YMYL-Seiten verbreiten Informationen zu Themen, die Gesundheit, Zufriedenheit, Sicherheit oder den finanziellen Status eines Nutzers beeinflussen können. Aus diesem Grund wird erwartet, dass der Content hochwertig und einzigartig ist und nach Möglichkeit von jemandem verfasst wurde, der die nötige Expertise mitbringt. Von Sachkundigen also. Google möchte seine Nutzer mit diesen Ansprüchen vor falschen oder irreführenden Informationen schützen.

Bei sensiblen Themen sind fachliche Grundlage und Verantwortlichkeit besonders sorgfältig zu prüfen.

Stellen Sie für Ihre Inhalte konkrete Qualitätsfragen:

  • Erfahrung und Fachwissen: Wer kann diese Aussage fachlich beurteilen? Benennen Sie passende Qualifikationen oder nachvollziehbare eigene Erfahrungen. Regelmäßiges Publizieren allein beweist keine Sachkunde.

 

  • Autorität: Welche nachvollziehbaren Belege zeigen, dass die Person oder Organisation für dieses Thema anerkannt ist? Prüfen Sie die Relevanz eines Nachweises. Eine allgemeine Auszeichnung passt nicht automatisch zu jeder Aussage.

 

  • Vertrauenswürdigkeit: Sind Aussagen korrekt, Einschränkungen sichtbar und Verantwortliche erreichbar? Verlinken Sie bei überprüfbaren Angaben die passende Quelle. Ein Diagramm ohne Datenherkunft ersetzt keinen Beleg.

Nutzen Sie diese Fragen gemeinsam. Welche Nachweise nötig sind, hängt von der Aussage und dem Risiko einer Fehlentscheidung ab. Es gibt keinen pauschalen Punktabzug für ein einzelnes fehlendes Gestaltungselement.

Wie verbessern Sie die Nachvollziehbarkeit Ihrer Inhalte?

Beginnen Sie bei den Seiten, auf denen Nutzer wichtige Entscheidungen treffen. Prüfen Sie besonders Aussagen zu Leistungen, Kosten, Gesundheit, Sicherheit und finanziellen Folgen.

 

Die folgende Checkliste hilft bei der redaktionellen Arbeit. Sie ist keine Garantie gegen Rankingverluste und ersetzt keine Prüfung der konkreten Ursachen nach einem Suchupdate.

Die SUMAX-Checkliste für nachvollziehbare Inhalte

  • Beantworten Sie die Fragen, die zum Zweck der Seite gehören. Trennen Sie eigene Erfahrung, belegte Tatsachen und Empfehlungen.
  • Erstellen Sie neben einer informativen „Über uns“ Seite auch eine Autorenseite. Hier können sich die Verfasser vorstellen und gegebenenfalls Zertifikate oder Auszeichnungen zeigen.
  • Binden Sie kleine Infoboxen mit zusätzlichen Informationen zu den Autoren oder mit Hintergrundwissen direkt neben dem Content ein.
  • Stellen Sie transparente Informationen über den Webseitenbetreiber zur Verfügung, zum Beispiel Adressdaten, Telefonnummern oder Mailadressen.
  • Strukturierte Autorenangaben müssen mit den sichtbaren Informationen übereinstimmen. Sie ersetzen weder eine fachliche Prüfung noch einen nachvollziehbaren Beleg.
  • Setzen Sie auf funktionales und attraktives Webdesign. Die Nutzer müssen sich ähnlich wie in einem Ladengeschäft wohlfühlen.
  • Verlinken Sie die Verfasser auf der Webseite mit ihren Social-Media-Accounts.
  • Verwenden Sie externe Erwähnungen nur dann als Nachweis, wenn sie zur konkreten fachlichen Aussage passen. Eine hohe Anzahl an Social Shares belegt für sich genommen keine Expertise.
  • Seien Sie in den Communities aktiv, die sich mit dem Produkt oder der Dienstleistung auseinandersetzen.
  • Bieten Sie zusätzlichen Content an, der leicht zu lesen und verständlich geschrieben ist. Zusätzliche Aufzählungen, eingebetteter Social Content, Infografiken und mehr: Das alles sollte für User einen echten Mehrwert bieten.
  • Optimieren Sie Ihre Meta-Daten. Dafür können Sie zum Beispiel unseren Snippet Generator nutzen.
  • Achten Sie auf einen schnellen Pagespeed. Eine gezielte Pagespeed-Optimierung hilft Ihnen dabei.
  • Prüfen Sie externe Verweise auf fachliche Passung und Nutzen für Leser. Eine einzelne Linkkennzahl ersetzt keine Bewertung der Quelle.
  • Achten Sie auf gute Bewertungen bei Yelp, Google und weiteren Portalen. Falls viele schlechte Bewertungen existieren, gehen Sie darauf ein und klären Sie, woran das liegt. Löschen Sie Bewertungen nicht einfach, sondern arbeiten Sie aktiv an Verbesserungen.

Qualität prüfen und nachvollziehbar dokumentieren

Legen Sie fest, wer Inhalte fachlich prüft, welche Quellen verwendet wurden und wann eine erneute Prüfung nötig ist. So werden Qualitätsanforderungen zu konkreten Aufgaben. SUMAX unterstützt Sie dabei im Rahmen der SEO-Beratung.

 

 

Die folgende Grafik stammt aus der früheren E-A-T-Fassung dieses Ratgebers. Für die heutige Prüfung verwenden Sie die oben erläuterte Erweiterung um Erfahrung sowie die aktuelle Checkliste.

E-A-T Optimierung Checkliste

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