Jede dritte Suchanfrage über Google ist eine lokale Suchanfrage. Speziell für mobile Nutzer sind Suchanfragen an Googles lokalen Index ein wichtiger Faktor: 88% der Smartphone-Nutzer greifen regelmäßig auf Suchen zurück, die Google als lokal interpretiert. Solche Anfragen werden ausgelöst, wenn ein Nutzer beispielsweise „Currywurst Dortmund“, also eine Suchanfrage mit einem eindeutigen lokalen Begriff, als Suchbegriff verwendet. Außerdem kann Google bei generischen Suchanfragen (ohne geografische Bezeichnung, einfach „Currywurst“) die IP-Adresse eines Nutzers, oder sein Google+-Profil, sollte er dort einen Standort eingetragen haben, für lokale Ergebnisse heranziehen.

Der lokale Index von Google – was ist das eigentlich? Google verwendet für verschiedene Bereiche der Suchmaschine (wie Webseiten an sich, Bilder oder Videos) eigene Indizes, die jeweils eigene Rankingfaktoren berücksichtigen. Dabei bildet der lokale Index keine Ausnahme. Speziell in hart umkämpften Branchen, an hart umkämpften Standorten, gilt es, die Mittel aller Rankingfaktoren auszuschöpfen um in den lokalen Suchergebnissen konkurrenzfähig zu bleiben.
 
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Doch zunächst etwas, an dem wir kaum, oder nur bedingt, arbeiten können: Der Standort unseres Unternehmens. Es ist bekannt, dass Unternehmen, die sich geografisch näher am Stadtkern befinden, für diese Stadt im lokalen Index besser ranken. Wie sehr sich die Nähe zum Zentrum auf das Ranking auswirkt hängt von der Dichte und Stärke der dortigen Konkurrenz ab.
Wir bedenken dabei folgendes: Wir wählen unser Ladenlokal nicht danach aus, ob wir mit dieser oder jener Adresse besser oder schlechter bei Google Local ranken. Mietpreise, Nachbarschaft, die Nähe zu Zielgruppen oder die Verkehrsanbindung sind weitaus wichtigere Faktoren, die dort hineinspielen sollten.

 

Unser Google MyBusiness-Auftritt

Haben wir noch keinen Google MyBusiness-Account erstellen wir uns einen – denn ohne Google MyBusiness-Eintrag ist es weitaus schwieriger in den lokalen Suchergebnissen zu ranken.

Drei Kriterien sollte unser MyBusiness-Auftritt erfüllen:

  1. Er sollte verifiziert sein. Das erkennen wir an dem kleinen Häkchen neben dem Namen unserer Firma. Um den vollen Nutzen aus Google Maps zu ziehen können wir über einen Bestätigungscode per Postkarte auch die Inhaberschaft für unser Ladenlokal beantragen.
  2. Er sollte komplett sein: Wir wählen unbedingt die passende Kategorie unseres Unternehmens (und nicht nur eine einzelne Dienstleistung oder ein Produkt). Wir tragen die Öffnungszeiten unseres Unternehmens ein, die Website, fügen ansprechende Bilder für möglichst alle Kategorien hinzu und unsere Telefonnummer (dazu gleich noch etwas mehr). Kurzum: Wir lassen keines der auszufüllenden Felder frei.
  3. Wir pflegen unseren MyBusiness-Auftritt: Wir fügen regelmäßig neue Bilder hinzu oder posten auf Google+ aktuelle Veränderungen wie neue Mitarbeiter, Öffnungszeiten oder Angebote.

 

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Aufgepasst NAP (Name, Address, Phonenumber): Für Google ist es wichtig, dass wir mit unserem Auftritt im Internet konsistent sind. Das bedeutet, dass Name, Adresse und Telefonnummer über alle Plattformen hinweg immer identisch seien sollten. Unser Name ist immer der komplette Firmenname, wenn wir möchten können wir dort auch unsere Hauptdienstleistung anfügen, beispielsweise „Carl Currywurst - Currywurstverkauf“. Unsere Adresse ist für alle Einträge, die wir tätigen, ebenfalls deckungsgleich, sowie die Telefonnummer, bei der wir darauf achten, sie immer nach gleichem Format, bestenfalls nach Norm, anzugeben.

 

Unsere Bewertungen

Nutzerbewertungen sind eine gute Möglichkeit uns Google gegenüber als reale, tatsächlich existierende Firma darzustellen. Google möchte, dass wir unsere Kunden dazu ermutigen uns zu bewerten – der erste Schritt dazu ist unseren Nutzern die Möglichkeit dazu zu geben. Nicht nur Bewertungen über Google sind dabei nützlich (wobei immer heiß diskutiert wird, ob Google auch Bewertungen von Drittanbietern, beispielsweise Yelp, in sein Ranking miteinbezieht), auch andere Plattformen können Verwendung finden, vor allem um die eigene Brandawareness zu steigern. Außerdem sind Reviews neben Google auch für potentielle Kunden ein unumstrittener Trust-Faktor.

Natürlich wünschen wir uns mehr und auch bessere Bewertungen als die Konkurrenz. Dabei müssen wir aber folgendes beachten: Wachsen unsere Reviews zu schnell, und überflügeln wir unsere Mitbewerber mit weitaus mehr Bewertungen, wird Google stutzig werden. Das selbe gilt für durchweg positive User-Reviews – denn auch die sind für Google ein Zeichen von Unnatürlichkeit. Solche Maßnahmen können dafür sorgen, dass Google uns komplett aus seinem lokalen Verzeichnis herausnimmt.

Kurzum: Wir wollen über unsere Reviews langsam, aber sicher, eine gute gute Online-Reputation aufbauen.

Achtung: Google erlaubt uns zwar Reviews durch Kunden anzufragen, niemals aber dürfen wir sie durch Dienstleistungen, Produkte oder gar Geld vergüten. Das verstößt absolut gegen Googles Richtlinien!

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Die Nutzersignale auf unserer Website

Da Nutzer vor Ort über mobile Endgeräte vorrangig die lokale Suche verwenden sind die Signale von mobilen Usern für das Ranking im lokalen Index für Google besonders wichtig. Ob eine Seite ein „mobile friendly“ Design besitzt erkennt Google sofort. Haben wir kein solches Design sind wir direkt im Nachteil – ist unser Design allerdings ebenfalls mit Mängeln bezüglich der Usability behaftet, verschafft uns ein mobile friendly Design kaum Vorteile. Eine hohe Bounce-Rate von Smartphones oder Tablets wird von Google als Signal gewertet, dass unsere Seite unter einer schlechten Nutzerfreundlichkeit leidet. Das gilt es unbedingt zu vermeiden.

Außerdem: Auch für die Platzierung in den organischen Ergebnissen von Googles „normalem“ Index ist eine Seite mit einem Design, das auch für mobile Nutzer geeignet ist, von Vorteil.

 

Lokale SEO-Faktoren auf unserer Website

Um unsere Website selbst für Google Local aufzubereiten, können wir diverse Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört:

  1. Die Stadt, in welcher unsere Firma angesiedelt ist, neben unserem Hauptkeyword im <title>-Tag zu verwenden. Beispielsweise „Carl Currywurst – Currywurstverkauf in Dortmund“.
  2. Unsere Stadt, neben unserem Hauptkeyword in die <h1>-Überschrift einzubauen.
  3. Nach Möglichkeit unsere Stadt, sowie unser Hauptkeyword, in unserer URL zu verwenden.
  4. Unsere Stadt plus Hauptkeyword in einem relevanten Text auf unserer Website unterzubringen.
  5. Unsere Stadt mitsamt Hauptkeyword im<alt>-Tag eines Bildes zu verwenden.
  6. Eine Google-Map mit Standortmarker in das Design unserer Website einzubinden.

Auch auf unserer Website achten wir darauf, dass NAP, Name, Adresse und Telefonnummer, identisch mit unseren zusätzlichen Auftritten und Einträgen sind. Kleiner Tipp am Rande: Lokale Inhalte, wie regionsbezogene Blogbeiträge, sorgen nicht nur bei Google für gutes Feedback, auch Nutzer erkennen so, dass wir regional tätig sind.

 

Unsere Backlinks

Wichtig sind dabei Backlinks von Seiten, die sich in unserem Umfeld befinden – für uns also von lokaler Bedeutung sind. Veröffentlichen wir regionale Inhalte (wie die zuvor erwähnten Blogbeiträge) können wir speziell ortsansässige Seiten, wie Zeitungen, dazu inspirieren uns zu verlinken. Zudem können wir Branchenbucheinträge nutzen, um Google zu verdeutlichen, dass wir bekannt sind und uns bekannt machen – vor allem Branchenverzeichnisse mit zu uns passenden thematischen Schwerpunkten sind von Google gerne gesehen. Für Google spielt es keine Rolle, ob unsere Einträge kostenfreier Natur oder bezahlt sind. Bei Branchenverzeichnissen achten wir darauf, dass diese Verzeichnisse innerhalb ihrer Branchen bei Google selbst organisch gut ranken – das ist für uns ein Indikator für Qualität und Reputation.

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Zwei Dinge, die wir auch bei unseren Backlinks beachten müssen:

  1. Unsere Verlinkungen sollten nicht unnatürlich schnell wachsen – wir orientieren uns dabei in Sachen Masse und Wachstum an der Konkurrenz,
  2. Wir kontrollieren, dass unser Firmenname, unsere Adresse und unsere Telefonnummer (Stichwort: NAP) über alle Einträge und Backlinks hinweg identisch sind.

 

Unser Auftritt in den sozialen Medien

Zuletzt etwas, das bei Google Local gerne übersehen wird: Unsere Anzahl an Fans und Followern kann sich auch positiv auf unser lokales Ranking auswirken. Dabei gilt aber ähnliches wie für unseren Google MyBusiness-Eintrag – ist unsere Social Media-Präsenz nicht gepflegt, erkennt Google das. Damit übermitteln wir keine positiven Signale. Dazu sei allerdings gesagt, dass das regelmäßige Pflegen einer Social Media Präsenz Zeit benötigt – Zeit, die, wenn sich Facebook & Co. nicht ohnehin positiv auf unsere Reputation auswirken, vielleicht in anderen Werbemaßnahmen sinnvoller investiert ist.

 

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